Die
Initiative der « UDC » ist eigentlich keine gute Idee
Während der zehnjährigen Existenz unserer Verinigung haben wie die islamistischen Bewegungen unseres Landes gut kennengelernt. Daher sind wir
so frei, die Initiative der
SVP gegen die Minarette abzulehnen.
Ausser des berechtigten Zweifels
in bezug auf dieÜbereinstimmung
mit der schweizerischen
Verfassung wollen wie zudem nicht
zulassen, dass eine Diskriminierung irgendwelcher
Art in unser Grundgesetz eingeführt wird. Das gleiche Prinzig hat uns auch bewogen., die Abschaffung des Artikels über die Bistümer zu verlangen.
Wir möchten in Erinnerung
rufen, dass der Laizismus das Recht auf den Glauben ebenso verteidigt wie das Recht auf Atheismus. Religiöse Gruppen sollten daher das Recht auf Glaubens- und somit Konstruktionsfreiheit haben, insofern sie natürlich
die Gesetze bezüglich der Bauten respektieren.
Das ist
der Preis des interreligiösen, sehr zerbrechlichen Friedens.
Das immerzu angeführte Argument, dass Saudiarabien christliche Gebäude auf seinen Territorien erlauben sollte, damit hierzulande
Minarette konstruiert werden könnten, scheint uns besonders
unsinnig. Seit wann sollten die Entscheidungen unseres Volkes von denen anderer Staaten abhängig sein ?
Im Übrigen funktioniert
diese Begründung in beide Richtungen : in bezug auf das Frauenwahlrecht zum Beispiel. In der Türkei 1934 eingeführt, in Albanien
Uns sind die Spannungen
durchaus bewusst, die aus den Anpassungsschwierigkeiten
der traditionalistischen Fraktion der Moslems resultieren, ebenso wie uns die Propaganda der islamistischen Staaten sowie die verantwortungslosen Unschuldsreden
gewisser humanitären und multikulturellen Kreisen gewahr ist.
Gewisse Ansichten in der Erziehung der Heranwachsenden,
die Schwierigkeit, eine totale Gleichstellung von Mann
und Frau zu akzeptieren,
die erzwungenen Ehen, die man gewissen
islamischen Kreisen zuschreiben kann, sind für unsere
Zivilisationsbegriffe sicher
regelwidrig.
Trotzdem sollte man die islamische Welt nicht als homogenen Block ansehen. Die grosse Mehrheit integriert sich wie andere
Einwanderer vor ihnen.
Alle Moslems in einen Sack zu
stecken birgt die Gefahr, sie in die Arme der Extremisten
zu werfen.
Wir wollen keineswegs
Islam und Islamismus durcheinanderbringen. Wir bauen auf die Fähigkeit der Moslems, sich hierzulande zu integrieren, ohne auf ihre Eigenständigkeit
zu verzichten.
An erster Stelle dieser Gesetze
steht der Laizismus, die private Bräuche
und Moral schützt, sofern sie dem öffentlichen
Recht nicht widerfährt, der die beste Garantie für Frieden ist
Wir wenden uns an alle Schweizer
und hoffen, dass dieses Prinzip in allen Kantonen akzeptiert wird.